Der Kongress

Aus Anlass des 2000. Jahrestages der Varusschlacht veranstalten Universität und Stadt Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen einen internationalen Kongress zu Fragen römischer Grenz- und Okkupationspolitik im Zeitraum von Caesar bis Domitian.

Ziel ist es, einerseits unterschiedliche Formen römischer Herrschafts- und Friedenssicherung zu analysieren, andererseits indigene Anpassungsstrategien und Formen der Resistenz bzw. Persistenz. Neben militärischer Okkupation und Machtdemonstration liegt der Schwerpunkt auf der zivilen Erschließung, der Integration einheimischer Eliten in römische Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen, auf Aspekte der Ethnogenese, „Akkulturation“ sowie Formen des Widerstandes. Dabei soll nach Übereinstimmungen und Unterschieden zwischen den Grenzregionen des Römischen Reiches unter Einbeziehung des archäologischen, epigraphischen und literarischen Materials gefragt werden sowie nach der Abhängigkeit der jeweiligen Grenzpolitik von zentralen Entscheidungen in Rom.