Rom – Imperium zwischen Widerstand und Integration

Im September 2009 sind zweitausend Jahre vergangen, seitdem drei römische Legionen unter dem Statthalter Varus in einen Hinterhalt der Germanen gerieten und nahezu völlig aufgerieben wurden. Da Roms Germanienpolitik Teil einer umfassenden Reichspolitik war, bietet nur eine ganzheitliche Perspektive die Möglichkeit, die Grenzpolitik Roms an einem bestimmten Abschnitt wie dem germanischen angemessen zu beurteilen. Der Osnabrücker Kongress setzt sich daher zum Ziel, grundlegende Aspekte römischer Okkupationspolitik in der frühen Kaiserzeit durch einen reichsweiten Vergleich herauszuarbeiten. Es ist das Ziel des Kongresses, nicht nur die unterschiedlichen Formen römischer Herrschafts- und Friedens-sicherung zu untersuchen, sondern vor allem auch die einheimischen Anpassungs¬strategien und Formen des Widerstandes. Der Schwerpunkt soll auf der zivilen Erschließung und auf der Rolle ideologischer Herrschaftssicherung liegen. Wie wichtig sind beispielsweise Urbanisierung, Kaiserkult, wirtschaftlicher Wohlstand, Bildungsideale und römischer Friede, um die Bevölkerung des Römisches Reiches zur Integration zu motivieren?

Zwei Ereignisse des Kongresses sind kostenlos und können ohne Anmeldung besucht werden:
- Eröffnung des Kongresses am 14. September 2009 um 16 Uhr mit einer Podiumsdiskussion
- Gastvortrag von Prof. Kurt Raaflaub zum antiken Friedensbegriff - „Der Friede als höchstes Ziel und Gut? Gedanken zum Friedensideal im antiken Rom“ – am Mittwoch, den 16. September um 20 Uhr in der Marienkirche.

Das aktuelle Programm des Kongresses findet sich hier. Für die Teilnahme am gesamten Kongreß und den Exkursionen bitten wir um Anmeldung (Konferenzgebühr beträgt 40 Euro). Weitere Informationen dazu gibt es hier. Die Schirmherrschaft des Kongresses hat Minister Lutz Stratmann vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.